Der Pfaffenwinkel

Zwischen Loisach und Lech, dem südlichen Starnberger See und Ammersee, mit Blick auf die herrlichen Voralpen, befindet sich die reizvolle Landschaft des Pfaffenwinkels, das auf einer Höhe von 500 bis über 1000 Meter liegt. Seinen Namen verdankt dieses einzigartige Gebiet der Vielzahl von Klöstern, Kirchen und Kapellen inmitten schöner Naturschutzgebiete, idyllischer Flusslandschaften, unberührten Mooren und begrenzt vom oberbayerischen Alpenvorland. Das Kerngebiet des Pfaffenwinkels bildet der Landkreis Weilheim-Schongau.
Den Namen „Pfaffenwinkel“ erhielt die Region zwischen Lech und Loisach wegen der zahlreichen Klöster und Wallfahrtskirchen, so z. B. die Wallfahrtskirche in der Wies und in Vilgertshofen, sowie die Klosterkirchen in Ettal, Steingaden, Rottenbuch, Polling, Wessobrunn und Forst; in kaum einer anderen Region in Deutschland gibt es eine derartige Dichte an Klöstern. Aus der Region stammen auch die Stuckateure der Wessobrunner Schule.
Und man kann Sie verstehen die Mönche, die Nonnen, die Pfaffen. 159 Kirchen und jede Menge Klöster zwischen Lech und Loisach. Recht hatten Sie, die Geistlichen, sich in diesem Herzstück Bayerns niederzulassen. Sie wussten einfach schon immer, wo die schönsten Plätze sind. Die sakrale Pracht liegt inmitten einer reizvollen Voralpenlandschaft, an deren Hügel sich schmucke Bauernhöfe schmiegen und von denen man immer wieder traumhafte Ausblicke in alle Himmelsrichtungen hat.

„Land der Klöster“ wird der oberbayerische Pfaffenwinkel auch genannt. Und in der Tat: Kaum irgendwo sonst gibt es eine solche Anhäufung von Klöstern und prachtvollen barocken Kirchen. Und so wird ein Besuch dieser abwechslungsreichen Voralpenlandschaft, mit ihren Flüssen und Seen, Mooren und sattgrünen Hügeln auch zur kulturellen Entdeckungsreise.
Betritt man den Pfaffenwinkel über seine nordwestliche Ecke, erreicht man von Pitzling über Stoffen und Stadl schließlich Vilgertshofen. Hier befindet sich die Wallfahrtskirche zur Schmerzhaften Maria und in dem Kloster Wessobrunn fand man das berühmte Wessobrunner Gebet, die als die älteste deutsche Handschrift mit christlichem Inhalt gilt. Ihr Text – ein althochdeutsches Stabreimgedicht und ein Gebet um den rechten Glauben kann man auf einem Findling zwischen dem Tassilo-Kiosk und den Gasthof „Alte Post“ lesen.
 

Seminarhaus im malerischen Pfaffenwinkel